Methoden der Angstbewältigung am Beispiel der „Zauberschmiede“. Feuer, Hammer, Säge. Kreatives Tätigsein mit Kindern / Jugendlichen im Alltag trotz Angst und Gefahren.


Objectives


·         Die Fortbildung soll Erzieherinnen und Erzieher ermutigen, den Kindern ihr eigenes kreatives Potenzial als Erfahrungsraum zur Verfügung zu stellen.

·         Selbstbild als schöpferischer Mensch

·         Sicherheit und Selbstvertrauen im Umgang mit neuen Materialien

·         Erleben und vermitteln von Selbstwirksamkeit, durch:

 

-          Geduld:

Einen Erwachsenen an seiner Seite zu haben, der Geduld mit sich bringt, sich Zeit nimmt zuzuhören, Fragen zu beantworten und ruhig mit ihm spricht. Eine Atmosphäre ohne Stress und Hektik hilft dem Kind, sich auf sein Vorhaben zu konzentrieren und sich sicherer zu fühlen.

-          Wohlwollend:

Zahlreiche Herausforderungen können für manche Kinder eine große Überwindung darstellen, deshalb ist es umso wichtiger, sie hierbei wohlwollend und auf Augenhöhe zu begleiten. Es ist wesentlich, dem Kind zu vermitteln, dass es sich jederzeit vertrauensvoll an den Erwachsenen wenden kann und keine Angst haben muss, Fragen zu stellen oder um Hilfe zu bitten. Dabei ist es entscheidend, dem Kind das Gefühl zu geben, dass es verstanden wird und dass der Erwachsene an seiner Seite ist, um es zu unterstützen und zu begleiten.

-          Aufmerksam:

Kinder brauchen die volle Aufmerksamkeit des Erwachsenen. Um Kinder optimal bei ihren Erfahrungen und Experimenten zu unterstützen, ist es wichtig, aufmerksam für ihre Stimmungen und ihre Bedürfnisse zu sein. Manche Kinder machen sich lautstark bemerkbar, wenn sie sich nicht wohl fühlen oder sich unsicher fühlen. Mit den ausgesprochenen Erwartungen, fordern sie so die Aufmerksamkeit des Erwachsenen. Andere Kinder jedoch werden still, ziehen sich zurück und trauen sich nicht, um Hilfe zu bitten. Jedes Kind ist anders und braucht deshalb eine individuelle Begleitung. Es ist die Aufgabe der Fachkraft, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder zu erfassen und dementsprechend darauf zu reagieren.

-          Wertschätzend:

Wertschätzend zu sein bedeutet, die Kinder spüren zu lassen, dass sie und ihre Bedürfnisse geachtet und respektiert werden. Für Kinder ist es wichtig zu merken, dass ihre Bemühungen anerkannt werden, auch wenn das Resultat der Aufgabe, die ihnen anvertraut wurde, nicht perfekt ist. Besonders Kinder, die sich bei neuen Herausforderungen schwertun, brauchen positive Bestärkung, Wertschätzung und Anerkennung des Erwachsenen für ihre Leistungen bzw. ihr Selbstbewusstsein.

-          Präsent:

Kinder brauchen Erwachsene, die sich voll und ganz auf sie konzentrieren und nicht durch andere Sachen oder Aufgaben abgelenkt sind. Der Erwachsene ist als Ansprechpartner präsent, wenn die Kinder Hilfe brauchen oder Fragen haben.

 

Das Vertrauensklima, das aufgrund dieser pädagogischen Haltung aufgebaut wird, erlaubt es herauszufinden, ob die Schwierigkeiten eines Kindes eher psychischer Natur oder auf Verständnisprobleme zurückzuführen sind. Dieses Vertrauensklima kann noch verstärkt werden, indem das Kind soweit wie möglich immer die gleiche Bezugsperson an seiner Seite hat.

 

·         Umgang mit eigenen Ängsten und denen der Kinder.

·         „Die Angst als Startpunkt für bisher Unentdecktes und Geheimnisvolles“

·         Professionelle Haltung bei der Planung und Ausführung einer Aktivität mit handwerklichen Utensilien

 

Contenus

Die Fortbildung stellt in kompakter und praktischer Form die Arbeit von Joachim Harbut als Metallkünstler und Zauberschmied vor. Seit Jahren leitet er Projekte in Kindergärten, Schulen und Bildungseinrichtungen und ermutigt und befähigt Mitarbeiter*innen und Kinder dazu, ihre eigene Kreativität als Ausdruck des Selbst und als Möglichkeit der Verbindung mit dem Gegenüber zu entdecken. Die Fortbildung fokussiert insbesondere die Frage, wie den zunehmenden Sicherheitsbedürfnissen diverser Bedenkenträger in uns selbst, im Umfeld der Kinder und übertragend auch in den Kindern selbst begegnet werden kann. Wie können wir einerseits Sicherheitsbedürfnissen begegnen und gleichzeitig Räume schaffen für neue Aktivitäten und Entdeckungen mit den Kindern?

Im ersten Teil werden die Teilnehmer theoretisch an das Thema herangeführt.

Am Beispiel der Zauberschmiede werden wesentliche Elemente des kreativen Tätigseins mit

Kindern beschrieben.

Hierbei kommen Sicherheitsaspekte ebenso wie Methoden der Kommunikation und praktische Beispiele für die Einführung von Ritualen und die Einführung von diversen Werkzeugen und Materialien bei Kindern zur Sprache. Erfahrungen eigener „Projektarbeit“ und Bedenken bei der Implementierung handwerklich-kreativer Angebote der Teilnehmer*innen können im Plenum aufgegriffen werden.

Im zweiten Teil werden die Teilnehmer*innen selbst mit den Materialien und dem Schmiedefeuer vertraut gemacht. Sie erleben den Sprung in das Ungewohnte und die Vorgehensweise des Anleiters (Innenperspektive).

Im dritten Teil werden Kinder der Kita von Herrn Harbut in den Prozess eingeladen und die Teilnehmer*innen können als Beobachter aus der Außenperspektive das Vorgehen miterleben.

Im Anschluss werden Beobachtungen der Teilnehmer*innen im Plenum geteilt und die zentralen Elemente des Vorgehens und der Kommunikation reflektiert. Abschließend sollen Überlegungen zur Implementierung eigener handwerklich-kreativer Angebote im Kita-Alltag geteilt werden.

Méthodes


Vortrag und Diskussion im Plenum

Präsentation und praktische Beteiligung der pädagogischen Fachkräfte am Schmiedefeuer Rollenspiele

Beobachtungsaufgaben

Demonstration durch den Dozenten / praktische Arbeit mit den Kindern der Struktur

·                   Reflektion und Abschluss im Plenum

Information complémentaire

  • Sur demande
  • Enfants scolarisés 4-12 ans
  • Jeunesse +12 ans
  • German / Deutsch
  • CRL-480